Intermode:

Gemeinsam die
Zukunft der
Mobilität
erforschen

Das Forschungsprojekt InterMode

Seit 2020 beschäftigen sich die Stadt Offenbach am Main (Amt für Mobilität) und die Hochschule für Gestaltung Offenbach (OIMD) im Rahmen des Forschungsprojekts InterMoDe mit der Frage, wie Gestaltung dazu beitragen kann, das städtische Mobilitätssystem intermodal zu machen – und damit nachhaltig, inklusiv und zukunftsfähig. 

Ziel ist es, Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit Sharingdiensten besser miteinander zu verknüpfen und somit Umstiege einfacher und komfortabler zu gestalten. Dabei widmet sich das Projekt Umsteigepunkten, wie Haltestellen und Leihstationen, Informations- und Leitsystemen sowie digitalen Mobilitätsdiensten. Wesentlich ist eine nutzendenzentrierte Perspektive, die individuelle Bedürfnisse und Voraussetzungen einbezieht, um Intermodalität möglichst für alle zu ermöglichen.

Im Rahmen der drei Phasen des Forschungsprojekts wurden neue Formen der Steuerung, Planung, Partizipation und Kommunikation entwickelt, getestet und umgesetzt. Dazu gehören u.a. die Kommunikationskampagne "Offenbach versteht Bahnhof", eine groß angelegte Bevölkerungsbefragung mit Entscheidungsexperiment zu intermodaler Informationsvermittlung, Virtual Reality-Befragungen zu Umsteigesituationen (VR-Lab), die Entwicklung von Zukunftsbildern, GIS-gestützte Planungstools, intermodale Umgebungskarten (InterMaps) sowie Austauschformate und Workshops in Form von Innovationsnetzwerken, Lenkungsgruppen und Reallaboren.

Ein besonderer Höhepunkt des Projekts war die Tagung für intermodales Mobilitätsdesign "Designing Transitions" am 06.03.2026. Unter dem Motto „Wie verbinden wir, was schon fährt?“ kamen Forschende, Praktiker:innen und Interessierte zusammen, um in Vorträgen und Workshops über die Zukunft intermodaler Mobilität zu diskutieren.

Wesentliche Ergebnisse des Projekts InterMoDe wurden im Rahmen verschiedener Veröffentlichungen zusammengetragen. Hervorzuheben ist hierbei die Publikation "Mobility Design - Die Zukunft der Mobilität gestalten. Band 3: Transfer". Ausgehend von der Vision nachhaltiger, intermodaler Mobilität und dem Konzept des "Mini-Bahnhofs " werden dort anhand von Gestaltungsleitlinien mit Best-Practice-Beispielen konkrete Ansätze für die Planung und Umsetzung in Kommunen aufgezeigt.  

Zahlen und Fakten

Publikationen

Die Zukunft der Mobilität gestalten. Band 3: Transfer

Heike Andersen / Hanna Bader / Andreas Blitz / Peter Eckart / Andreas Grzesiek / Amelie Ikas / Julian Schwarze / Anton Viehl / Kai Vöckler 

Wie muss eine Bushaltestelle aussehen, damit sie in Zukunft zu einem Ort wird, an dem jede und jeder gerne umsteigt und auch andere Verkehrsmittel in der Umgebung benutzt?

Dafür haben wir eine neue Idee von der Bushaltestelle der Zukunft entwickelt und wir nennen sie »Mini-Bahnhof«. Denn Bushaltestellen sind mehr als Haltepunkte für die Busse. Sie sind vielmehr der Ort, an dem man in das ganze umweltfreundliche Mobilitätssystem einsteigt.

Der Mini-Bahnhof verknüpft Fußgänger und Radfahrer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und den Leihstationen für Fahrräder und Autos um eine Bushaltestelle herum. Auch Taxis, Anrufbusse und autonome Shuttles halten dort. Er verbindet alle Mobilitätsangebote die du in fünf Minuten zu Fuß erreichen kannst – eben ein Mini-Bahnhof in den Straßen und Plätzen der Stadt.

Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelte InterMoDe Gestaltungsleitlinien, die zur Orientierung für die Planung und Umsetzung von Mobilitätsinfrastruktur dienen können. Diese Leitlinien orientieren sich an den Bedürfnissen von Reisenden und Kommunen und könnten langfristig die Qualität öffentlicher Räume und Schnittstellen im Verkehr verbessern. Entwickelt wurden diese gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Rhein-Main-Region.

Die Tagung „Designing Transitions – Umstiege gestalten, Systeme verbinden, Mobilität vermitteln“ ist Teil des Projekts und stellt den Wert von Gestaltung in Planungsprozessen in den Mittelpunkt. Sie zeigt, wie Design neue Perspektiven auf Mobilität eröffnen kann – als verbindendes Element zwischen Menschen, Orten und Verkehrsmitteln aber auch Menschen und Planungsprozessen. Die Tagung ist der Abschluss des fünfjährigen Forschungsprojektes.

Der Mini-Bahnhof – mehr als eine Bushaltestelle